Frühlingsboten

Veröffentlicht: 1. März 2015 in Allgemein
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Die Wüste, äh, der Wawel blüht.

Die Wüste, äh, der Wawel lebt.

Es ist März, also her mit dem Frühling – das scheint das Motto der Krakauer Vegetation zu sein. Bei meinem sonntäglichen Spaziergang auf dem Wawel konnte ich neben allerlei Anzeichen, dass homo sapiens sapiens keineswegs kurz vor dem Aussterben steht, auch ein paar Frühlingsboten entdecken, sowohl in der betreuten (oben) als auch der unbetreuten Flora (unten).

Haben seltsamen Plural: Krokusse.

Haben seltsamen Plural: Krokusse.

Während die Drachenhöhle nach wie vor im Winterschlaf versunken liegt, habe ich es heute endlich geschafft, zur Öffnungszeit bei und somit dann auch in der Wawel-Kathedrale zu sein. Dort finden sich die Grabmäler zahlreicher polnischer Könige (und mindestens einer polnischen Königin, die dafür auch gleich die berühmteste von allen ist – Jadwiga (Hedwig) von Anjou) sowie kirchlicher Würdenträger (keine Würdenträgerinnen bekannt), fast unvermeidlich mittlerweile auch eine Reliquie (Blutstropfen) von und eine Kapelle für Johannes Paul II.

Bewacht wird der akkurat fünfsprachig ausgeschilderte Rundgang durch die Kathedrale von Männlein und Weiblein in ehrwürdigen Umhängen, auf dass keine Besucherin auf dumme Ideen kommt (z.B. auf das Baugerüst hinter dem Hochalter klettern oder – ganz verwegen – ein Foto machen). Wobei sich mir dann die Frage aufdrängte, ob der an das sog. Jadwiga-Kreuz gehängte Steigbügel (!) zum Inventar gehört oder eine clevere, worauf auch immer hindeutende Intervention eines zu wenig beaufsichtigten Besuchers darstellt – im Internet zu findende Fotos (!) früherer Besucher_innen (z.B.) deuten interessanterweise auf ersteres hin. Begründungsversuche, warum man dem Gekreuzigten einen Steigbügel an roter Schnur an den durch den Fuß geschlagenen Nagel hängt, werden jederzeit entgegengenommen…

Wawel-Kathedrale. Nicht auf dem Bild: Menschenmassen.

Wawel-Kathedrale (von außen ohne Fotografierverbot). Nicht auf dem Bild: Menschenmassen.

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Kommentare
  1. derHase1 sagt:

    Zunächst ein großer römischer Einser mit Sternchen für die Fotos, die ich mit großer Freude besehen habe! Zum Thema „wenn der Frühling kommt und von den Bergen schaut“: Hier in good old Bfurt ist es derzeit windig, wolkig und eigentlich total unfrühlingshaft. Vor ein paar Tagen war es aber schon so sonnig, dass man sich auf die Terasse setzen konnte – es war so herrlich, kann die Herrlichkeit kaum beschreiben. Und zum Thema Wawel: Ich kann mir nicht helfen, jedesmal muß ich grinsen, wenn ich „Wawel“ lese. Denn auf der Scheibenwelt ist ein „Wabbel“ einerseits ein kleines Mürbeteiggebäck mit Rosinen, andererseits wurde der Verrückte Lord Schnappüber an seinem Wabbel aufgehängt…..
    Grüße nach Krakau!

  2. Juliane sagt:

    Oha, ich sehe schon, irgendwann muss ich doch Terry Pratchett lesen. ^^
    Dein (nachdrückliches) Warten auf Fotos ist jedenfalls eine Motivation, meine gestaffelte Fotografier-, Foto-auf-den-Computer-Lad- und Foto-auf-den-Blog-Lad-Faulheit zu überwinden. 😉

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