Ich esse in Winnie Puuhs Hütte und andere Geschichten

Veröffentlicht: 3. April 2015 in Allgemein
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VLUU L310 W  / Samsung L310 WJa, wie im Titel schon überdeutlich angedeutet, war ich zum Essen bei Puuh und Tigger. In einem (sagen wir vorsichtig: etwas abgefucktem) Hinterhof an der ul. Krupówki (der erwähnten „Hauptstraße“ und durchtouristisierten Fußgängerzone in Zakopane) liegt ein (sagen wir vorsichtig: eklektisch eingerichtetes) kleines Lokal mit bodenständiger Küche, dessen Hinweisschild an der Straße mich mit einem Menü um 12 Zloty – und eben Winnie Puuh – geködert hatte. 15 Meter von der touristischen Haupteinfallsroute dann auch die (solange ich hinüberbringe, was ich möchte, irgendwie nette) Überraschung, dass hier Englisch weder gesprochen noch verstanden wird. Julianes Volldeppenpolnisch (und teils die lustigerweise doch übersetzte Speisekarte) for the rescue!

"Chakta Puchatka" bedeutet "Puuhs Hütte" und ist der polnische Titel von "The House at Pooh Corner", dem zweiten Puh-Bär-Buch von A.A. Milne (1928)

„Chakta Puchatka“ bedeutet „Puuhs Hütte“ und ist der polnische Titel von „The House at Pooh Corner“, dem zweiten Puuh-Bär-Buch von A.A. Milne (1928)

Das Menü war für den Preis ganz okay und sehr reichlich – die Tomatensuppe mit selbstgemachten (!) Nudeln sehr gut, das Hühnerschnitzel etwas fettig, die – leider – gewohnt faden und teils klobig-harten Erdäpfel letztlich einfach zu viel. Ach so, Rotkraut war auch dabei, als Salat und noch dazu als meine eigene Wahl (dafür wurde die polnisch-englische Speisekarte benötigt), aber das bitte nicht weitersagen, sonst fragt sich meine Oma, warum ich es bei ihr ein Vierteljahrhundert lang verweigert habe…

Das Puh-Thema wird bis zum Gartenzaun durchgezogen...

Das Puuh-Thema wird in der Chatka Puchatka bis zum Gartenzaun durchgezogen.

Irgendwann im Zuge meines Schnitzelessens trat ein deutschsprachiges Kind auf und – aus. Es wanderte nämlich vom großen Schankraum durch den kleineren Raum, wo ich saß, zum WC und teilte seinen Eltern noch in Lokallautstärke irgendeine Belanglosigkeit mit (Motto: es versteht eh keiner – und in dem Fall hat es die, die es verstanden hat, auch gleich wieder vergessen). Ich vermied schon beinahe instinktiv augenblicklich alles, was darauf hindeuten könnte, dass ich auch nur ansatzweise Deutsch verstehe oder spreche.

Auch so eine Zakopane-Geschichte, in zwei Bildern (eigentlich würde das zweitere schon reichen), schnell erzählt:

Wem drei Dimensionen zu wenig sind...

Wem drei Dimensionen zu wenig sind…

...der wechsle doch einfach ins 7D-Kino.

…der wechsle doch einfach ins 7D-Kino.

Und auch nicht schlecht – weder Weihnachten noch 1. April, aber dafür dem Schneefall angepasst: Die Ganzjahresriesenkrippe gegenüber der Kirche zur heiligen Familie in Zakopane:

VLUU L310 W  / Samsung L310 W

Der Zakopane-Bewohner_innen liebste Beschäftigung nach dem Zimmervermietern ist derzeit übrigens das Schneeschaufeln. Dank anhaltenden Schneefalls haben heute schon (fast) sämtliche Familienmitglieder meiner Vermieterin in der Einfahrt herumgekratzt – morgens schon der Opa, später dann die Kinder (zugegeben mehr Schnee zu Schneebällen geformt als geschaufelt), und schließlich sie selbst…

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Kommentare
  1. […] nur Zakopane, auch Warschau liebt ganz offensichtlich den […]

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