Noc Muzeów – „short but sweet“

Veröffentlicht: 15. Mai 2015 in Allgemein
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Heute ist die Noc Muzeów in Polen und somit auch in Krakau (wörtlich: Nacht der Museen, in Österreich hieße sie wohl „Lange Nacht der Museen“) – Eintritt zu zahlreichen dafür ausnahmsweise zwischen 18 oder 19 und 0 oder 1 Uhr geöffneten Museen um einen symbolischen Złoty. Ich wurde gewarnt: Es ist bummvoll, die Museumsbesuchswilligen stauen sich durch die halbe Altstadt usw. Ich wollte es trotzdem probieren. Habe mir einen Schlacht-, äh, Fahr,-, äh Gehplan zurechtgelegt, in welcher Reihenfolge ich vorgehen wollte, um möglichst viel zu sehen und dabei möglichst wenig unnötige Kilometer zu machen. Hier mein Protokoll:

17:52 Uhr – the adventure begins
Vor der Barbakane stauen sich schon jetzt die Leute (sehr viele mit Kindern), während ich nur hier warte um die angekündigte ‚feierliche Eröffnung‘ durch Salutschüsse zu hören. Dann geht’s geplantermaßen erstmal weiter zum Collegium Medicum, nur wenige Schritte die Floriańska hinunter. (Aber sollten dort dann auch schon sehr viele Menschen lauern, als gäb’s was geschenkt – gibt es ja tatsächlich, aber pst – werde ich vielleicht den gesamten Plan nochmals überdenken… Jedenfalls werde ich versuchen, auf eher weniger betrampelten Pfaden zu bleiben, sofern es solche heute Abend überhaupt gibt).
So, 6 Uhr hat’s geschlagen, sagen die Kirchenglocken – her mit meinen Salutschüssen…!

18:07 Uhr – the adventure ends
Verspätete Salutschüsse mit mächtig Dampf (der verdächtig nah über den sich anstellenden Menschenmassen hängt – allerdings kein Geschrei, d.h. es wurden wohl doch keine PassantInnen erschossen), als ich mich gerade zum Gehen gewandt und das Florianstor Richtung Stadt durchschritten habe.
Jede Menge Leute bereits jetzt vor dem – trotz angekündigter Öffnungszeit ab 18 Uhr – offenkundig noch geschlossenen, ansonsten eher unscheinbaren pharmazeutischen Museum im Collegium Medicum. Thank you very much, ich schlendere gelassen vorbei, beobachte bei meinem folgenden Abendspaziergang, dass die Sache an allen musealen „Hotspots“ ähnlich oder schlimmer aussieht und bin vom Vorhaben, mich ausgerechnet am Gratisabend ins Getümmel stürzen zu wollen, gründlich geheilt.

Einen Vorteil hatte die ganze Vorbereiterei und das Studium des Veranstaltungsprogrammes: Ich weiß jetzt so ungefähr, welche Museen ich mir während meines Aufenthaltes hier noch gerne anschauen würde. Aber bitte frühestens ab morgen Vormittag…

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Kommentare
  1. :-) J. sagt:

    Ich kann dann nur die Nacht der Literatur empfehlen: Gab’s in Prag und die war wirklich nicht überrannt. Man konnte von Location (Lesung) zu Location (Lesung) gehen und die Location war oft sogar sightseeingtechnisch interessant. Selbst wenn’s so etwas in Krakau gäbe, wäre dann noch das Sprachproblem…

    Oder die Nacht der Kirchen, die in Wien wohl eher überrannt ist, in Prag wiederum zum Verweilen in den Kirchen einlädt (mit von Mönchen selbstgebrautem Bier; es gibt Beweisfotos:). Ich habe dann in leicht heiterem Zustand ein paar Geheimtipp-Kirchen gefunden (vor allem auf der Malá strana), die entweder besonders skurril oder eben besonders schön / prunkvoll ausgestattet waren.

  2. Juliane sagt:

    Hihi, ja, bei einer Nacht der Literatur hätte ich so meine Probleme… %-)
    Lange Nacht der Kirchen gibt es hier, glaub ich, auch, weiß zwar nicht, wann, aber irgendwo hab ich gelesen, dass sie sowas auch haben. Wäre eigentlich spannend, ob sowas dann überrannt ist (vonwegen Katholizismus in Polen…) oder ob es erst recht nicht so interessant ist, abends in die Kirchen zu laufen, wenn man eh untertags auch reingeht… 😉

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