Philosophisches Einsprengsel

Veröffentlicht: 11. Juli 2015 in Allgemein
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kleines ich bin ichIch bin ich, und gleichzeitig bin ich nicht immer und (vor allem?) nicht überall dasselbe Ich. Wo bin ich wie warum anders (anders in Relation wozu, übrigens) und besonders: Wie konstituiert sich dieses Wo? „Tatsächlich“ aus den Orten oder vielmehr aus den Menschen? Oder aus einer unauflösbaren Mischung – dass ich hier so bin und der andere hier so ist etc.?

Definitionen von „Heim(at)“ kommen in den Sinn:

„Wo das Vertraute peinlich und das Peinliche vertraut ist“ (Ungefährzitat Norbert Gstrein)

„Where my computer automatically connects to the WiFi network“ (irgendwann irgendwo im Internet gelesen und für seltsam zutreffend befunden, da ich tatsächlich WLANs, die ich nicht häufig brauche oder nicht unbedingt brauche, wenn ich dort den Computer einschalte, manuell anwähle)

Und die Erkenntnis, dass ich wohl wirklich meist weniger den Orten an sich, sondern dem, was ich damit verbinde – den Menschen und so manch klein(er)em, „mobilem“ Gegenstand – nun ja, verbunden bin. Teil einer zufälligen Tradition, die ich in Krakau nicht wirklich fortgesetzt habe (die Tasse, die ich dort immer verwendet habe und die jetzt mit nach Österreich gekommen ist, habe ich ziemlich zu Beginn meines Aufenthaltes selbst gekauft): Aus beiden früheren Wiener Wohnungen ein Geschirrteil eingetauscht (in einem Fall unfrewillig bzw. jedenfalls ungeplant) und mitgenommen, das mir beim Einzug noch nicht gehört hatte. Erinnerungsfragmente im Küchenschrank…

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Kommentare
  1. derHase1 sagt:

    Herzig, das Foto vom kleinen Ich-bin-Ich. Ansonsten kann ich nicht wesentlich zu deinen Gedanken beitragen, da mir das Philosophische gerade abhanden gekommen ist. Ich glaube allerdings schon, dass es in dir irgendwo einen „Kern“ gibt, der immer gleich bleibt. Alles andere, das unterschiedlich „Fühlen“ und vielleicht auch das unterschiedlich „Sein“ sind eher Nuancen. In Wirklichkeit, so habe ich es zumindest erfahren, ist man immer man selbst, und da gibts auch Facetten….. Mit dieser Erkenntnis zum Tag mach ich Winke!

  2. Juliane sagt:

    Waren auch eher sehr zusammengestoppelte Gedanken ohne definitiven Abschluss, die da gestern auf den Blog losgelassen wurden, umso mehr freue ich mich über das „Wort zum Sonntag“ deinerseits. Danke und winke retour! 🙂

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