Mit ‘Lehren’ getaggte Beiträge

Schöner trinken. Ein Bildpost.

Veröffentlicht: 4. Mai 2015 in Allgemein
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Nein, es geht nicht um Alkoholgenuss und schon gar nicht ums „Schönsaufen“. Es geht vielmehr um die Kombination aus dem ästhetischen Genuss (sozusagen „das Auge trinkt mit“) und einem guten Getränk. Damit mein Blog also endgültig zum Foodblog verkommt: Eine Bildgeschichte. Eine Bildgeschichte mit einem Disclaimer vorab: Vom lokalen Hipstergetränk „Yerbata“ (Matemix, in Flaschen abgefüllt und gekühlt serviert), stilgerecht im „Café Bunkier“ (Planty) serviert, gibt es leider (noch) kein Bild. Vielleicht wird das noch bei Gelegenheit eingefügt… vielleicht.

Heiße Schokolade in der

Heiße Schokolade in der „Mleczarnia“ (ul. Meiselsa, Kazimierz) – schöne dicke Schokolade, leicht herb, mit Keksen serviert. Wie heißt es so denglisch? „I’m loving it“.

Grapefruitsaft (gibt es hier häufig als Saftoption - yeah yeah yeah!) direkt am Rynek, im Ogródek Pod Baranami, trotzdem fairer Preis.

Grapefruitsaft (gibt es hier häufig als Saftoption – yeah yeah yeah!) direkt am Rynek, im Ogródek Pod Baranami, zum trotzdem fairen Preis. Abwechslungsreiche Zitate und Sprüche auf den Tischen.

Dilmah-Tee ist gut, wenn auch vielleicht nicht außergewöhnlich (in der Gastronomie in Polen oder Tschechien jedenfalls) - außergewöhnlich sind allerdings die alten Nähmaschinentischchen im

Dilmah-Tee ist gut, wenn auch vielleicht nicht außergewöhnlich (in der Gastronomie in Polen oder Tschechien jedenfalls) – außergewöhnlich sind allerdings die alten Nähmaschinentischchen im „Singer“ (Kazimierz).

Und Kazimierz encore, mit Blick auf Podgórze: Auf der

Und Kazimierz encore, mit Blick auf Podgórze: Auf der „Barka“ (ja, richtig vermutet, es handelt sich um ein Schiff) gibt es stilvolles Mineral für mich und hippen Cider für alle die Cider wollen. 🙂

P.S.: Heute vor einem Jahr habe ich erstmals polnischen Boden betreten (auf dem Hauptbahnhof in Krakau), morgen vor einem Jahr das erste Mal unterrichtet (Schüler_innen und damit nicht meine intendierte Zielgruppe, aber man lernt nie aus). Leicht surreal irgendwie, aus heutiger Sicht…

Seitenwechsel

Veröffentlicht: 20. März 2015 in Allgemein
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Von der Seite der Lernenden auf die der Lehrenden zu wechseln, ist ein starkes Stück, auch wenn man im Prinzip nie vollständig auf einer der beiden Seiten ankommt – man lernt auch als Lehrperson laufend dazu, die verschiedensten Dinge, und man kann auch als Lernerin (hoffentlich) das eigene Wissen und Können in den Unterricht einbringen.

Es gibt aber auch ganz andere Seitenwechsel, die mitunter ebenfalls symbolisch aufgeladen sein können, zumindest für einen selbst. Ein sehr gegenständlicher Seitenwechsel ist es, auf der Uni Wien von der rechten (‚Philosophentrakt’) in die linke Gebäudehälfte (‚Juristentrakt’) hinüberzuwechseln. Im zweiten Stock des Gebäudes kann man das (als einzigem Stockwerk, jedenfalls für das allgemeine Publikum) auf geradem Weg und ohne das Gebäude zu verlassen (was im zweiten Stock, zumal eines riesigen Neorenaissance-Gebäudes, auch nicht besonders ratsam wäre). In den beiden Gebäudehälften befinden sich die beiden ‚großen G’ der Studienrichtungen: diverse Einrichtungen und Institute, die mehr oder weniger eng der Studienrichtung Geschichte zugeordnet sind, im Philosophentrakt; das Gros der germanistischen Einrichtungen und Büros im Juristentrakt.

Ich habe den Seitenwechsel nicht nur schon hunderte, vielleicht tausende Male gegenständlich vollzogen – durch das Durchschreiten des ‚blauen Gangs’, der wie beschrieben die beiden Gebäudehälften im zweiten Stock verbindet – sondern auch im übertragenen Sinn: Nachdem ich meine Studienlaufbahn als Geschichtestudentin begonnen habe und zwischendurch parallel auch an der Vergleichenden Literaturwissenschaft fleißig war (räumlich gesprochen ganz wo anders, wenn auch nicht immer), habe ich zum Masterstudium sozusagen auf die andere Seite der Macht gewechselt – zur Germanistik bzw. genauer gesagt eben zu DaF/DaZ.

Und jetzt, hier in Krakau, eben auch der zuerst angesprochene Seitenwechsel – zwar hospitiere ich derzeit hauptsächlich, ich habe aber eben auch schon sechs Doppelstunden selbst gehalten, und ja, es ist wirklich so – mittlerweile kann ich mir mich selbst viel besser als noch vor einem Monat in dieser „anderen“ Rolle vorstellen. Immer noch nicht für immer, und auch meine Vorbereitungszeit für die einzelnen Einheiten ist von 1:1 noch weit entfernt, aber ich stelle mich doch schon mit einer größeren Selbstverständlichkeit vorne hin und versuche, den Laden zu schupfen.

Dennoch habe ich das Gefühl, dass es mir so ähnlich gehen wird mit den Gebäudehälften der Uni Wien: Es wird noch einige Zeit dauern, bis dass sich die Seite, auf der ich mich jetzt (hauptsächlich) herumtreibe, als die „richtige“ anfühlt. Das klingt jetzt alles nach einem argen Dualismus, der es natürlich (hoffentlich) nicht ist, dennoch muss man sich klar sein und werden, dass man jetzt eben nicht in der Rolle „Studentin“ da ist. Erst recht wenn man, so wie ich gerade eben, eine schriftliche Stundenwiederholung verbessert…

P.S.: Gewiefte Uni-Wien-Kenner_innen werden wissen, dass sich drei Seminarräume des Instituts für Geschichte in der linken Gebäudehälfte befinden. Was das nun für die etwas bemühte Metapher oben bedeutet, sei dahingestellt.

To Poland…

Veröffentlicht: 24. November 2014 in Allgemein
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(Schon) wieder reise ich von der Uni aus nach Polen, diesmal allerdings nach Wrocław (Breslau). In der zweiten Dezemberwoche werde ich dort ein Hospitations- und Unterrichtspraktikum am Österreich Institut (ÖI) absolvieren – die Woche abschließender Abstecher nach Krakau inklusive.

Das Praktikum in Wrocław ist übrigens mein sog. „Inlandspraktikum“ im Rahmen des Methodik-Seminars – frei nach der Verwunderung einer Freundin: Ist Polen nun also mein Inland oder mein Ausland? – Als überzeugte Europäerin: Beides!!! 🙂

Auf meiner Fahrt im Dezember werde ich übrigens erstmals Polskibus ausprobieren – nachdem ich mich im Mai im Nachtzug auch eher gerädert als sonstwas fühlte, bekommt der (teils sehr) günstige Fernbus eindeutig eine Chance.