Mit ‘Religion’ getaggte Beiträge

Vermischtes (DDFIGZK II)

Veröffentlicht: 30. Mai 2015 in Allgemein
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1) Baustellen
Baustellen bedeuten: Betreten verboten! Und das wird auch dann durchexerziert und eingehalten, wenn man von außen keinen Grund dafür ersehen kann und womöglich auch gerade gar niemand dort arbeitet. – Nun ja, nicht zwingend, wie etwa die große Straßenbaustelle in der Podwale-Straße nächst den Planty zeigt: Es müssen dort täglich verdammt viele Menschen durch, auch wenn gerade alles aufgegraben wurde und die Straßenbahnschienen rausgerissen wurden usw. Also gehen viele Leute auch einfach durch. Es herrscht ein gewisses gegenseitiges Vertrauen, vielleicht auch eine Art Wurschtigkeit: Die Passant_innen vertrauen den Bauarbeitern, dass diese ihnen kein Trumm unversehens auf den Schädel schmeißen, und die Bauarbeiter vertrauen darauf, dass die irgendwie durchmarschierenden (oder teilweise: -kraxelnden) Fußgänger_innen nicht ganz unvorsichtig unterwegs sind und untertags, wenn die Arbeiten laufen, selbst wissen, wieviel Abweichen von den ausgeschilderten (aber deswegen nicht weniger abenteuerlichen) Querungen gesund ist. Entspanntes Laissez-faire, das die freiwillig Umwege einlegende Österreicherin erst begreifen musste.

2) Wo man Streichhölzer bekommt
Im Drogeriemarkt? In jedem Supermarkt? – Weit gefehlt. Rossmann hat (hier) so etwas nicht im Sortiment, und auch in mehreren (zugegebenermaßen kleinen) Supermärkten schaute man mich mit meinem Begehr nach Streichhölzern nur seltsam an. Doch sieh, das Gute liegt so nah: Lewiatan, „twój dobry sąsiad“ (dein guter Nachbar), hatte sie sogar schächtelchenweise im Sortiment. Thumbs up, mythisches Ungeheuer!

3) Plastikdrehverschlüsse
…sind wertloser, mit der Flasche zu entsorgender Müll. – NEIN! Diese werden etwa für wohltätige Zwecke extra gesammelt, weil man sie nach Gewicht gegen Geld einlösen kann. Faszinierender Trick, um die Leute Richtung mehr Mülltrennung zu führen.

4) Telefonnummern mit führender Null
Nicht, dass ich dieser vorangestellten Null jemals eine wirkliche Funktion beigemessen hätte; ja, ich habe mich schon oft gefragt, wozu sie eigentlich gut ist, ist sie doch in jeder Telefonnummer gleich und verlängert diese daher, ohne etwas zu bringen. Ähnliche Überlegungen dürften die Pol_innen dazu getrieben haben, zumindest bei den Handynummern die führende Null auch innerpolnisch ersatzlos zu streichen. Handynummern beginnen also mit der dreistelligen Providervorwahl, meist mit 5, 6 oder 7. Bei Festnetznummern muss man dafür auch im Ortsnetz immer die Vorwahl (z.B. 012 für Krakau) vorwählen.

5) WCs
Sind dafür da, dass man sie benutzt. Punkt aus. Keine Diskussionen. Freiluftpinkeln hat in einem bewohnten Gebiet im Europa des 21. Jahrhunderts aber sowas von nichts mehr verloren. Eines der Dinge, an die ich mich daher (hoffentlich!!!) nie gewöhnte, selbst wenn ich 100 Jahre hier lebte: Schamlos im Park oder am Grünstreifen neben dem Gehsteig an einen Baum urinierende Männer mittleren und fortgeschrittenen Alters (und oft, aber durchaus nicht immer, verwahrlosten Eindrucks). Am helllichten Tag, in belebten Zonen. Brrrr. Und da ich, wie man am Foto oben bei entsprechendem Vorwissen erkennen kann, gerade Brinkmann (Rom, Blicke) wiederlese, ein irgendwie dazu passendes Zitat (das sich auf italienische Männer anno 1972 bezieht, die sich in der Öffentlichkeit ihr „package“ in der Hose richten): „Die Häßlichkeit einer derartigen, bereits länger unbewußt und aller Scham entbehrend gewordenen Handlung ist kaum zu überbieten. Sie widert schnell an. Wer möchte schon ständig an den Schwanz eines anderen erinnert werden? Ich nicht.“ Und wer möchte anderen beim Pinkeln zusehen? Na eben.

Und um nicht mit einem derart „g’schmackigen“ Thema zu schließen…

6) Rekrutierung von Ministranten (Ministrantinnen?)
…kann auch mit der Hilfe von Superman erfolgen, meint zumindest die Augustinerpfarre in Kazimierz:

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Frühlingsboten

Veröffentlicht: 1. März 2015 in Allgemein
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Die Wüste, äh, der Wawel blüht.

Die Wüste, äh, der Wawel lebt.

Es ist März, also her mit dem Frühling – das scheint das Motto der Krakauer Vegetation zu sein. Bei meinem sonntäglichen Spaziergang auf dem Wawel konnte ich neben allerlei Anzeichen, dass homo sapiens sapiens keineswegs kurz vor dem Aussterben steht, auch ein paar Frühlingsboten entdecken, sowohl in der betreuten (oben) als auch der unbetreuten Flora (unten).

Haben seltsamen Plural: Krokusse.

Haben seltsamen Plural: Krokusse.

Während die Drachenhöhle nach wie vor im Winterschlaf versunken liegt, habe ich es heute endlich geschafft, zur Öffnungszeit bei und somit dann auch in der Wawel-Kathedrale zu sein. Dort finden sich die Grabmäler zahlreicher polnischer Könige (und mindestens einer polnischen Königin, die dafür auch gleich die berühmteste von allen ist – Jadwiga (Hedwig) von Anjou) sowie kirchlicher Würdenträger (keine Würdenträgerinnen bekannt), fast unvermeidlich mittlerweile auch eine Reliquie (Blutstropfen) von und eine Kapelle für Johannes Paul II.

Bewacht wird der akkurat fünfsprachig ausgeschilderte Rundgang durch die Kathedrale von Männlein und Weiblein in ehrwürdigen Umhängen, auf dass keine Besucherin auf dumme Ideen kommt (z.B. auf das Baugerüst hinter dem Hochalter klettern oder – ganz verwegen – ein Foto machen). Wobei sich mir dann die Frage aufdrängte, ob der an das sog. Jadwiga-Kreuz gehängte Steigbügel (!) zum Inventar gehört oder eine clevere, worauf auch immer hindeutende Intervention eines zu wenig beaufsichtigten Besuchers darstellt – im Internet zu findende Fotos (!) früherer Besucher_innen (z.B.) deuten interessanterweise auf ersteres hin. Begründungsversuche, warum man dem Gekreuzigten einen Steigbügel an roter Schnur an den durch den Fuß geschlagenen Nagel hängt, werden jederzeit entgegengenommen…

Wawel-Kathedrale. Nicht auf dem Bild: Menschenmassen.

Wawel-Kathedrale (von außen ohne Fotografierverbot). Nicht auf dem Bild: Menschenmassen.

Bilderrätsel 1: Welchen Papst hätten Sie denn gerne?

Veröffentlicht: 26. Februar 2015 in Allgemein
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OK, ich gebe zu, die Überschrift war angesichts des vorletzten Beitrages etwas billig, aber was soll’s. Hiermit präsentiere ich jedenfalls den ersten Versuch einer vielleicht bleibenden Kategorie – des Bilderrätsels. Die Idee: Ich plündere meine älteren und neueren Foto-Ordner und versuche etwas bis doch-eher-schon-sehr kuriose Aufgabenstellungen zu finden; ihr, verehrtes Publikum, ratet hoffentlich fleißig mit. Mit anderen Worten: Um Beteiligung per Kommentar wird ausdrücklich gebeten! 🙂 (Sofern euch die Idee gefällt, natürlich).

Heute, um den Zusammenhang zwischen meinem Aufenthaltsort Polen und dem Katholizismus zu unterstreichen, mit einer römisch-katholischen Zuordnungsübung: Wo stehen diese vier Papststatuen? Und um welche Päpste handelt es sich eigentlich? (Auswahl folgt unten)

Papst 1

Papst 1

Papst 2

Papst 2

Papst 3

Papst 3

Papst 4

Papst 4

Die möglichen Orte in alphabetischer Reihenfolge: Cascais (Portugal), Fatima (Portugal, 2x), Wrocław/Breslau (Polen) – Ich gebe zu, das beweist nun zuerst wohl eher den Zusammenhang zwischen Portugal und Katholizismus… wie gesagt, die Kategorie speist sich (vorerst) aus Archivbildern.

Die möglichen Päpste in chronologischer Reihenfolge: Pius XII., Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul II.

Technischer Hinweis: Die Herren Pontifces werden beim Draufklicken größer. If that helps.

Außer Konkurrenz: Tramwaj papieski (Papst-Straßenbahn) in Krakau. Zu Ehren von Johannes Paul II. - whom else?

Außer Konkurrenz: Tramwaj papieski (Papst-Straßenbahn) in Krakau. Zu Ehren von Johannes Paul II. – whom else?

Die Auflösung folgt – passend zum Thema – am Sonntag (01.03.). In der Zwischenzeit: Gute Unterhaltung und danke fürs Mitmachen! 🙂

Edit: Nun ja, man darf sich auch mal gehörig verschätzen. Für diejenigen, die eventuell zumindest still mitgeraten haben, hier die Auflösung:
Papst 1: Paul VI. in Fatima.
Papst 2: Johannes XXIII. in Wroclaw.
Papst 3: Johannes Paul II. in Cascais.
Papst 4: Pius XII. in – nochmal – Fatima.